Struktur der Altenheimseelsorge          

    Inhalt

 

  1.  Struktur der Seniorenbegleitung
  2.  Struktur der Altenheimseelsorge
  3.  Persönliche Gedanken zur Struktur der Seelsorge in Alten -  und Pflegeheimen

 

 

 

 

Die christliche Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht gibt es auch als Download.

 

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1. Struktur der Seniorenbegleitung

 

 

 

 

Gesellschaft

 

 

Gesundheitswesen

 

Kirche

 

Vorgaben

Renten;  Sozialamt . . .

Pflegeversicherung, Krankenversicherung

 

 

Verkündigungsauftrag

:  allen Menschen !

 

 

Ethische Grundfrage

Wert und Selbstbestimmung des alten ( hilfsbedürftigen ) Menschen // Finanzierungsmöglichkeit :

Menschenbild ? ?

 

 

Begleitung

Sozialgericht, Betreuungswesen, Altenstuben, Seniorenbeiräte

Sozial – pflegerische Dienste, Geriatrie, Hospiz, Sozial –

stationen, freie Pflegedienste    ( Haus – Pflege );Pflegeheime

 

 

Arbeitskreis Altenheimseelsorge im Konvent der Krankenhaus - Seelsorger

Begleitende Personen

Betreuer (Berufs – und ehrenamtliche); Sozialarbeiter

Medizinischer Dienst, Therapeuten, Pflegepersonal

Seelsorger (im Rhl 2 haupt –

amtliche Spezialpfarrstellen, sonst:  Sonderdienst, Hilfsdienst, Wartestand, Diakone),

Ehrenamtliche

 

 

Ausbildung von Fachkräften

 

Keine spezielle in der Altenpflege;  Spezialärzte in Geriatrie

 

 

Keine spezifische, erst am Anfang ( nur KSA analog KH )

 

Neue Fragestellung

Rentenfinanzierung, Sozialausgaben wegen veränderter Alterspyramide

Ethik des Lebensendes mit Apparatemedizin ;menschenwür

diges Sterben/Leben; Euthanasie; Gentechnik;

 

 

„Konzept der Altenheim –

seelsorge“ wird neu in kirchliches Handeln eingebracht

Methoden der Begleitung

 

Kinetik, Basale Stimulation, Validation . . .;  Begleitung durch Ehrenamtliche ( Besuche – Gespräch )

Systemische Seelsorge mit Methoden aus der Demenz – Kommunikation; Sakrament; Liturgie; Wortverkündigung); Körper und Seele

(Körperkontakt als Zuwendung)

 

 

 

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2. Struktur des Konzeptes der Altenheimseelsorge

 

 

BewohnerInnen

 

Angehörige

 

Mitarbeitende

 

Öffentlichkeitsarbeit

 

Besuche

Gottesdienste

Abendmahlsfeiern und Krankensalbungen, Segnungen

Amtshandlungen

Gesprächskreise, Trauerkreise

Beratung im Blick auf Patientenverfügung

Trauer - und Sterbebegleitung

Beerdigungen, Aussegnungen, Erinnerungsgottesdienste

Gestaltung von Kirchenjahresfesten, Präsenz bei Feiern

Schriften ( Begrüßungs – und Geburtstagsschreiben, Beiträge in der Heimzeitung, Verteilschriften )

Besuchsdienste

 

Begleitung bei Gewissenskonflikten / Schuldgefühlen

Beratung in medizinisch – ethischen Fragen

Vermittlung bei auftretenden Konflikten zwischen Angehörigen und Mitarbeitenden

Hilfestellung für den eigenen Umgang mit Leben, Sterben, Tod

Trauerbegleitung durch Trauerkreise und spezielle Gottesdienste

Möglichkeiten zur Versöhnung mit der eigenen Lebensgeschichte

Wertschätzung der Arbeit

Gesprächsangebote für Umgang mit Leiden, Tod, Trennung

Hilfestellung in der Entwicklung und Umsetzung ethischer Maßstäbe ( Begleitung, Fortbildung und Supervision )

Seelsorge und Beratung, Möglichkeiten zum geistlichen Auftanken, Nachdenken über die Fragen des Glaubens; Partnerschaftliche Zusammenarbeit = wechselseitige Unterstützung

 

Die selbe Hilfestellung für ehrenamtliche Mitarbeitende

 

Kontakt zur Kirchengemeinde

Diakonieausschuß der Kirchengemeinde

kirchenpolitische Arbeit

Konvent der Krankenhaus – und AltenheimseelsorgerInnen

 

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3. Persönliche Gedanken zur Struktur der Seelsorge in Alten -  und Pflegeheimen

 

Schon wegen der Dauer der Begleitung unterscheidet sich die Seelsorge in Alten -  und Pflegeheimen sehr von der Seelsorge im Krankenhaus:

 Es ist der letzte Wohnsitz der Betroffenen. Die Verweildauer kann sehr lange sein. Dies bedeutet eine gezielte Fortbildung wie auch eine besondere Liebe zur Begegnung mit alten Menschen mit Einschränkungen bis hin zu schwerster Verwirrtheit.

Seelsorge an alten Menschen mit Einschränkungen ist immer ganzheitliche Seelsorge. Das bedeutet: Der Mensch wird mit seiner Biografie unter Einbeziehung von Leib, Seele und Geist wahrgenommen.

Die augenblickliche Begegnung wird von Sprach -  und Empfindungsmöglichkeiten bestimmt. Der Seelsorger bedient sich der für die verschiedenen Einschränkungen sinnvollen Kommunikationsmöglichkeiten.

Er versucht, über den Zustand des/der BewohnerIn Hintergrundinformationen zu erhalten, ebenso über das soziale Umfeld.

Ziel ist u.a., das Leben in seinem Zusammenhang mit den gegebenen Einschränkungen unter Gottes Begleitung zu verstehen und ein würdiges, angstfreies Sterben möglich zu machen.

Altenheimseelsorge kann an Institutionen oder an Kirchengemeinden gebunden sein.

 

mögliche Formen der Begegnung:

          Gottesdienst

          Sakrament ( Abendmahl, Krankensalbung, Segnung )

          Einzelgespräch über Glauben und/oder Biografie

          Validation und verwandte Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

          Gruppengespräche

          Wahrnehmungs -  und Körpertherapie

          Gemeinsames Singen

          Begleiten bei Ausflugsfahrten

 

Die Einbindung in die Konzepte der Häuser ist sehr unterschiedlich, je nach dem, wie die Seelsorge und die Person des Seelsorgers angesehen ist :

          Ist man in das Trägerkonzept als Pfarrer eingebunden?

Wird neben dem Kontakt zu den Bewohnern auch der Kontakt zu den Angehörigen gewünscht und möglich gemacht?

Wie ist der Kontakt zur Hausleitung?

Wie ist der Kontakt zu den Mitarbeitenden möglich?

Wird man im Fall des erwarteten Sterbens gerufen?

Bekommt man Informationen über Krankenhausaufenthalte oder Bestattungen?

 

Die räumlichen Verhältnisse spielen eine große Rolle bei der Gestaltung der Seelsorge :

          Ist ein Gottesdienstraum vorhanden?

          Gibt es Räume für ungestörte Gruppenarbeit?

          Sind ungestörte Einzelbegegnungen möglich?

 

Ökumene:

In der Regel sind in den Häusern katholische und evangelische Geistliche tätig.

          Wie ist der Kontakt zum Geistlichen der anderen Konfession?

          Gibt es gemeinsame Veranstaltungen ( Gottesdienste u.a. )?

          Wird der Pfarrer von Bewohnern anderer Konfessionen mit seinem Auftrag anerkannt?

Gibt es Absprachen zum Ruf des katholischen Geistlichen im Falle der sakramentalen Begleitung?

 

Kontext:

Altenheimseelsorge hat die Zielgruppe in Pflegehäusern.

Weitere Fürsorgeeinrichtung für alte Menschen mit akuten oder andauernden Behinderungen sind u.a.

          Kliniken für Geriatrie und Psychiatrie

          Ambulante Pflegedienste für häusliche Versorgung

          Ambulante soziale Dienste

          Hospize

          Betreutes Wohnen

          Betreuungsbehörde, Betreuungsvereine

          Fachärzte, Ergotherapeuten, Beschäftigungstherapeuten

          Ehrenamtliche Helfer mit fachlicher Begleitung und Fortbildung

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